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Manduca First Babytrage im Test

Die Manduca First ist eine der populärsten Babytragen am Markt und soll als klassische Full-Buckle Komforttrage in den Disziplinen Komfort, Sicherheit und einfachem Handling punkten.

Unser Testbericht klärt, ob die Manduca First ihre große Popularität unter Eltern zu Recht genießt und für wen der Kauf dieser Babytrage eine gute Entscheidung darstellt.

Schnelle Fakten: Einordnung der Manduca First Babytrage

Die Manduca First gehört zu den sog. Vollschnallen-Tragen (Full-Buckle) und zeichnet sich somit durch einen per Schnalle verschließbaren Hüftgurt als auch schnallenbasierte Schultergurte aus.

Das Außenmaterial der Manduca First ist in der uns vorliegenden Testversion aus Hanf (55%) und Baumwolle (45%) gefertigt, während das Innenfutter der Trage aus 100% Baumwolle hergestellt wird. Die Manduca First ermöglicht das Tragen von Kindern in der Gewichtsklasse von 3,5kg bis 20kg und unterstützt dabei die drei Tragepositionen am Bauch mit Blickrichtung zum Träger, am Rücken und seitlich auf der Hüfte.

Preislich startet die Trage, die es auch als baugleiches Pure Cotton Modell aus reiner Baumwolle und einigen ansonsten ebenfalls baugleichen Design-Sondereditionen gibt, je nach Ausführung ab ca. 100€.

Erster Eindruck zur Manduca First

Manduca First Babytrage im Test

Manduca First Babytrage im Test

Positiv fallen beim Auspacken der Manduca First zunächst das kompakte Format der Trage und das geringe Eigengewicht von lediglich ca. 700g auf.

Der Außenstoff aus Hanf und Baumwolle ist etwas fester und nicht ganz so weich und anschmiegsam, wie bei anderen von uns getesteten Tragen (beispielsweise der LIMAS Babytrage), bietet aber keinen Anlass zur Kritik. Gleiches gilt für das Innenmaterial aus Baumwollstoff. Der Geruch des Materials ist nicht gänzlich neutral, aber auch nicht unangenehm oder durchdringend.

Die für eine Full-Buckle-Trage typische große Anzahl von Gurten, Schnallen und Führungs- und Hilfsriemen kann für einen Trageneuling zunächst für Verwirrung sorgen: Zwar ist schnell klar, welche der Schnallen welchen Zweck erfüllt, wie diese aber genau einzustellen sind und welche Auswirkungen das Verlängern und Verkürzen der Gurte auf den Sitz der Trage hat, erschließt sich nur durch einiges Ausprobieren.

Die eigentliche Verarbeitungsqualität der Manduca First ist ansonsten gut. Lediglich im Bereich der Schultergurte, wo keine Polsterung mehr vorhanden ist und der einfache Oberstoff aufeinander liegt, ist die Haptik ausbaufähig.

Die beiliegende Anleitung hingegen punktet wieder. Sie ist leicht verständlich und erläutert die unterschiedlichen Tragepositionen, die je nach Altersklassen des Kindes in Frage kommen, mit detaillierten Skizzen und erläuternden Texten.

Komfortmerkmale der Manduca First Babytrage

Als Full-Buckle-Trage tritt die Manduca insbesondere an, um eine einfache Handhabung für den Träger und eine schnelle Inbetriebnahme zu ermöglichen.

Der breite und leicht gepolsterte Hüftgurt mit 3-Punkt Sicherheitsschnalle

Der Hüftgurt, der sich bis auf eine großzügige Länge von ca. 150cm einstellen lässt, ist moderat gepolstert und verteilt das Gewicht des Kindes gut auf die Hüfte. Die Polsterung des Hüftgurtes verläuft nicht ringsherum durchgehend, sondern endet auf der linken Seite etwa auf Höhe des Beckenknochens und auf der anderen Seite etwa auf Höhe der Niere. Warum der Hüftgurt asymmetrisch, d.h. ungleichmäßig, aufgebaut ist, erschließt sich uns im Test nicht.

In der von uns getesteten, 2018 aktualisierten Version der Manduca First wird der Hüftgurt über eine neue 3-Punkt-Sicherheitsschnalle befestigt. Diese Schnalle verhindert wirksam ein unbeabsichtigtes Öffnen des Hüftgurtes, in dem neben den üblichen beiden Seitenflügeln der Schnalle noch ein dritter Druckpunkt betätigt werden muss, um die Schnalle tatsächlich öffnen zu können. Die Handhabung dieses Sicherheitsmechanismus ist in der Praxis unkompliziert und schnell einstudiert.

Schultergurte – Ausreichend breit aber mit schwacher Polsterung

Die Schultergurte der Manduca First: Mehr Polsteroptik als Polsterwirkung

Die Schultergurte der Manduca First wirken auf den ersten Blick gut gepolstert. Bei eingehenderer Betrachtung und Nutzung der Trage mit höherem Traglingsgewicht fällt allerdings auf, dass das Füllmaterial der Gurte – die eigentliche Polsterung – unter Druck schnell nachgibt und damit der eigentliche Polstereffekt deutlich geringer als erwartet ausfällt. Insbesondere im Bereich der Maximaltragegewichts von 20kg leidet der Tragekomfort im Schulterbereich. Besser wäre hier ein Polstermaterial, welches das Gewicht besser aufnimmt und verteilt.

Die Breite der Schultergurte von 6cm ist ausreichend und sorgt dafür, dass Einschnürungen bzw. starke Druckpunkte in der Schulter- und Nackenregion vermieden werden.

Die Schultergurte führen an die Vorderseite der Trage

Die Schultergurte werden – für Full-Buckle-Tragen üblich – etwas unterhalb des Brustbereiches auf der Vorderseite der Manduca First per Schnalle verschlossen. Die Länge der Schultergurte kann bequem bequem eingestellt werden und ermöglicht so, dass auch größere Anwender die Trage nutzen können, ohne Einschnürungen unter den Achseln befürchten zu müssen. Damit die Schultergurte nicht von den Schultern rutschen können sie über einen zusätzlichen Gurt miteinander fixiert werden.

Rückansicht der Manduca First. Der Gurt zwischen den Schulterträgern ist allein schwierig zu erreichen.

Optional besteht die Möglichkeit die Schultergurte (wie es z.B. bei Half-Buckle-Tragen üblich ist) über kreuz zu verschließen: So kann auf die Nutzung des Schultergurtverbinders verzichtet und trotzdem ein rutschfreier Sitz der Träger erzielt werden.

Das Rückenteil – Mitwachsend, aber bedingt flexibel

Das Rückenteil kann über ein ausklappbares Zwischenstück verlängert werden

Damit die Manduca First für Kinder unterschiedlicher Größen genutzt werden kann, setzt Manduca auf ein mitwachsendes Rückenteil. Dieses ist integriert und lässt sich einfach über das Öffnen eines Reißverschluss nutzen. Es verlängert das Rückenteil um rund 10 cm, sodass auch noch größere Kinder getragen werden können, ohne nach hinten wegzukippen.

Unabhängig von der Nutzung der Rückenverlängerung ist das Rückenteil der Manduca First insgesamt nicht so flexibel wie es z.B. bei Half-Buckle-Modellen aus Tragetuchstoff der Fall ist. Die Flexibilität und Dehnbarkeit des Stoffes ist deutlich geringer als bei den zumeist querelastisch gewebten Tuchstoffen und gibt dem Kind weniger Spielraum, anatomisch korrekt in der M-Stellung zu sitzen und die optimale Rundung des Rückens zu unterstützen. Aus diesem Grund sollte umso genauer darauf geachtet werden, dass die Trage nicht zu eng geschnürt wird, damit der nötige Bewegungsspielraum für das Kind gewahrt bleibt.

Eingebaute Sitzverkleinerung – Für die Kleinsten

Für Babys unter 3 Monaten ist die integrierte Sitzverkleinerung gedacht. Diese lässt sich einfach aus einer innenliegend angebrachten Lasche ausrollen und per Druckknöpfen – je nach Größe des Kindes – in zwei verschiedenen Positionen an der Vorderseite der Trage anknüpfen. Hierdurch sitzt das Baby etwas höher in der Trage und die (ansonsten nicht ohne Zubehör anpassbare) Stegbreite wird zusätzlich verringert. Das Handling und Anbringen der Sitzverkleinerung geht im Test problemlos von der Hand, die Druckknöpfe halten zuverlässig.

Stegbreitenverstellung – Nur mit Zubehör möglich

Grundsätzlich ist es ohne weiteres Zubehör nicht möglich, die standardmäßig große Stegbreite der Manduca zu verstellen. Damit dennoch Traglinge in der Altersklasse bis 4 Monate in einer angemessenen Sitzposition transportiert werden können, sollte das „Size It“ genannte Band zur Stegbreitenverkleinerung direkt mitbestellt werden. Dieses wird um den Steg der Trage gelegt und anschließend über einen Stellgurt gerafft, sodass die Breite des Stegs verkleinert wird. Wer die Manduca also für sein Neugeborenes bzw. sehr junges Kind nutzen möchte, sollte hierauf unbedingt achten.


Produkt-Impressionen


Zusammenfassung: Vor- und Nachteile der Manduca First

  • solide Trageeigenschaften für das Kind
  • schnell einsatzbereit, wenn Gurtlängen nicht angepasst werden müssen
  • gute Material- und Verarbeitungsqualität

Nachteile

  • Stegbreite nur über Zubehör-Artikel (Size It) einstellbar
  • Rundung des Rückens beim Kind durch wenig flexibles Material eingeschränkt

Test-Fazit zur Manduca First Babytrage

Die Manduca First Babytrage ist eine solide Tragelösung, bietet allerdings in einigen Punkten auch Anlass zur Kritik. Auf der Habenseite steht eine strapazierfähige Materialbeschaffenheit, eine grundsätzlich gute Gewichtsverteilung im Schulter- und Rückenbereich und eine schnelle Inbetriebnahme, sofern die Trage nicht zwischen unterschiedlichen Trägern mit deutlichen Größenunterschieden hin und her gewechselt wird.

Wechseln sich die Träger dagegen häufig ab, gestalten sich die vielen Schnallen und Gurte als eher nachteilig. Bis sie korrekt eingestellt sind und sowohl für den Träger als auch den Tragling einen ergonomischen Sitz gewährleistet, muss an vielen Gurten herumprobiert und feinjustiert werden. Insbesondere für weniger bewegliche Personen kann das Anziehen der Manduca First ohne Hilfe zudem lästig werden.

Durch die Schnallen und Gurte, die ihren Zweck tadellos erfüllen und die Trage in der eingestellten Position halten, gepaart mit dem wenig elastischem Obermaterial, ist der wahrgenommene Bewegungsspielraum in der Manduca First weniger luftig als bei Half-Buckle-Lösungen.

Produktalternativen zur Manduca First 

Wer nicht per sé auf eine Vollschnallen-Trage fixiert ist, findet in vielen Modellen aus der Kategorie der Half-Buckle Tragen interessante Alternativen zur Manduca First. Insbesondere bei häufig wechselnden Trägern ist das Anlegen dieser Tragen durch das einfache Umlegen der Schultergurte und die simple Knotung mindestens ebenso schnell erledigt und die Trageeigenschaften sind meist noch etwas besser. Konkret zu nennen ist hier beispielsweise die preislich ähnlich angesiedelte Bondolino von Hoppediz.

94,99 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 22. April 2018 00:37
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Unsere Bewertung

Produkteigenschaften im Überblick

Vorteile und Nachteile
  • solide Trageeigenschaften für das Kind
  • schnell einsatzbereit, wenn Gurtlängen nicht angepasst werden müssen
  • gute Material- und Verarbeitungsqualität
  • Stegbreite nur über Zubehör-Artikel (Size It) einstellbar
  • Rundung des Rückens beim Kind durch wenig flexibles Material eingeschränkt
Gewichtsempfehlungvon 3,5kg bis 20kg
Mögliche TragepositionenBrust, Rücken, Seitlich - Hüfte
Zertifizierungen / SiegelBio-Zertifizierung (Material), Hip Dysplasia Siegel, TÜV-Siegel
MaterialBio-Baumwolle, Hanf
VerschlusssystemGurtsystem mit Schnallen
Ausstattung / FeaturesBreiter Taillengurt, Gepolsterte Schultergurte, Kopfstütze, Verstellbares Rückenpanel

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